Wallfahrtswesen in Arnsdorf

Am heutigen Standort der Arnsdorfer Kirche stand bereits um die Jahrtausendwende ein einfaches Kirchlein, welches 1241 vom Stift Michaelbeuern übernommen und bald durch eine größere Kirche ersetzt wurde. Damals spielte das Wallfahrtswesen in „Maria im Mösl“ in „Arnstorf“ bereits eine wichtige Rolle. Die Größe der heutigen Kirche spätgotischen Ursprungs, 1520 eingeweiht, zeugt von dieser Bedeutung. Das Wallfahrtswesen war immer ein Ausdruck von Frömmigkeit, aber auch ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Die wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich in der prächtigen Ausstattung.

Um 1800 besuchte Michael Haydn, der jüngere Bruder Joseph Haydns, der „Salzburger Haydn“,  oft und gerne Pfarrer Rettensteiner in Arnsdorf. Gemeinsam mit den beiden Kaplänen wurde viel gesungen - auf Deutsch! So entstand hier der vierstimmige Männergesang, der zu den wichtigsten musikalischen Neuentwicklungen des 19. Jahrhunderts zählt.

Franz Xaver Gruber war hier Lehrer, Mesner und Organist. Er stand im Dienste der Pilger. Arnsdorf, wo das Friedenslied „Stille Nacht" mitten in dramatischen Umbrüchen und schwierigsten Zeiten entstand, soll ein Ort der Begegnung sein – sowohl mit dem „Stille Nacht Museum Arnsdorf" inmitten des Ortes, als auch mit dieser Website in der "virtuellen" Welt.