1914: „Stille Nacht“ - Friedenslied im Schützengraben

v.l. MMag. Neureiter, Dr. Oman, Mag. Mayr, Hr. Gurtner

Eine Ausstellung im Stille Nacht Museum Arnsdorf

Der Verein Stille Nacht Museum Arnsdorf macht mit seiner aktuellen Ausstellung auf ein Ausnahme-Ereignis aufmerksam: Das pazifistische „Wunder der Verbrüderung“ durch das Singen des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ entlang der Schützengräben.

Bezirkshauptmann Mag. Reinhold Mayer (selbst Mitglied des Museumsvereins) eröffnete und stellte die geschichtlichen Bedingungen von 1818 (Entstehung des Liedes) jenen von 1914 gegenüber und gab sich überzeugt von der gewagten Ausstellung.

Beim Betreten des Museums geht der Besucher direkt auf einen raumhohen Nadelbaum zu, der geschmückt ist mit Schablonen vom Eisernen Kreuz. In der großen Vitrine sind kleine schmucke Christbäumchen ausgestellt, die an die Soldaten an der Front des 1. Weltkriegs  geschickt wurden und die sie wieder heil nach Hause brachten.

Daneben glitzern Kugeln mit dem geprägten Reichsadler und „1914“ so wie anderer militärischer Baumbehang (Propeller). Auch ein Spielzeugsoldat aus Biskuitporzellan ist zu bewundern.

Zahlreiche Feldpostkarten, die an Lamprechtshausener Frauen geschrieben wurden, Andenken an heimische Soldaten erzählen von ihrem Leben im Krieg. Viele sind illustriert und mit dem Titel unseres berühmten Liedes „Stille Nacht, heilige Nacht“ versehen.

Das Herzstück der Ausstellung ist ein Kurzdokumentarfilm zum Thema, eine überzeugende Produktion des Museumsvereins. Er gibt die Dramatik des Weltkriegs wieder und wie sie für kurze Zeit vom Friedenslied „Stille Nacht“ am Heiligen Abend 1914 an der Westfront angehalten wird. Der Film spielt inmitten einer mächtigen Schutzwallkonstruktion.

Für viele Betrachter ein ergreifendes Erlebnis...

Öffnungszeiten:
Fr., Sa., So.: 14 – 17 Uhr
Im Advent täglich: 14 – 17 Uhr.