30.06.2012 Die 35. Löwen-Rallye in Arnsdorf

"Alter vor Schönheit"

Oldtimer rollten durch das Stille-Nacht-Land Salzburg
Die 35. Löwenrallye und 4. Stille-Nacht-Classic

19 Motorräder der Baujahre 1929 bis 1957 und 59 historische Automobile der Baujahre 1919 bis 1978 der 35. int. Löwenrallye und 4. „Stille Nacht Classic“ auf den Spuren des „Stille Nacht“-Liedes fuhren Samstag, den 30. Juni, und Sonntag, den 1. Juli 2012, auf landschaftlich schönen Nebenstraßen durch den Tennengau und Flachgau.

Die als touristische Rallye und nicht auf Zeit oder Gleichmäßigkeit ausgetragene Veranstaltung konnte man am Samstagvormittag in der historischen Altstadt der Salz-, Kelten- und Stille-Nacht-Stadt Hallein bewundern. DI  Otto Bayerl (Wien) steuerte als Erster seinen Steyr XII Double-Phaeton aus dem Jahr 1926 über das Kopfsteinpflaster des Bayrhamerplatzes in Hallein. Hinter ihm folgten Rainer Kraus (Burgenland) mit einem Citroën B 10, Baujahr 1925, Othmar Singaber (NÖ) mit seinem Aero 500, Baujahr 1929, Heinz Mesicek (Wien) mit Steyr 120 S, Baujahr 1936 sowie Franz Kölblinger (OÖ) mit Steyr 100 Cabriolet, Baujahr 1935 und andere.

Die Fahrt führte über verschlungene Wege in den Flachgau zum Stille-Nacht-Museum in Arnsdorf, Gemeinde Lamprechtshausen, wo die Mittagsrast eingelegt wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich das in Stand gesetzte Stille Nacht Museum besichtigt. Trotz Startschwierigkeiten einiger Vehikel erreichten dann alle wohlbehalten die Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf bei Salzburg. Von dort ging es auf bayrischer Seite durch den Rupertigau über Freilassing zu einem Stopp beim Schloss Kleßheim. Schließlich kehrten die Teilnehmer zu ihrem Startort, dem Gasthof Hohlwegwirt in Hallein Taxach, wieder zurück, wo es am Abend ein Spanferkelessen mit musikalischer Unterhaltung gab.

Am Sonntagvormittag stand eine kurze Ausfahrt in das Wiestal bei Hallein am Programm, bevor es zu Mittag die Siegerehrung gab. Bei den Motorrädern löste Ing. Alfred Passeka aus Niederösterreich die entlang der Strecke gestellten Aufgaben und Fragen am besten. Er war mit einer Puch S4, Baujahr 1936 unterwegs gewesen. In der Wertungsklasse der Vorkriegsautomobile war DI Martin Zehentner aus Salzburg-Gnigl der beste seiner Klasse. Sein NSU Fiat-NSU 500 A aus dem Jahr 1938 war wegen seiner Form und Farbe bei den Fotografen ein begehrtes Objekt.

Als Vertreterin des weiblichen Geschlechts setzte sich Annette Stadler aus Deutschland mit ihrem Mercedes 280 SL aus dem Jahr 1969 erfolgreich gegen 20 Mitbewerber durch und gewann die Wertung der Nachkriegsautomobile. Zu gewinnen gab es neben Ehre und Applaus für jeden ein handgraviertes Glasheferl, graviert in nächtelanger Arbeit von Melanie Rauch, die mit ihrem Fiat 127 aus dem Jahr 1971 mit dabei gewesen war.