Das Lied

„Stille Nacht“ führt uns zu einer menschlichen Tiefe, wo sich die religiösen, kulturellen und zeitlichen Grenzen aufheben. Es verbindet das vorindustrielle Zeitalter mit der modernen Welt. In diesem Lied berühren einander Menschen vieler Nationen.
  
Die üblich bekannten Strophen 1, 2 und 6 sprechen eher unser Gefühl an. Die Strophen 3, 4 und 5 enthalten mehr theologische Botschaften, deren Herausforderungen nicht so stark in unser Bewusstsein vorgedrungen sind: die „Fülle der Gnade vom Himmel“, die in „väterlicher Liebe huldvoll die Völker als Bruder umschloss“  und „vom Grimme befreit in der Väter urgrauer Zeit aller Welt Schonung verhieß“.  Diese Sätze treffen den Kern der christlichen Botschaft, einer Friedensbotschaft, die die Menschheit im Bestaunen eines hilfsbedürftigen Kindes innerlich vereint und alle Menschen zu Geschwistern macht. Für Christen offenbart sich so Gott als Mensch.

Liedtext zum Download (PDF)