Franz Xaver Gruber (1787 - 1863)

Geboren als Sohn einer Leinenweber-Familie in Hochburg-Ach war Franz Xaver Gruber von 1807 bis 1828 Lehrer in der kleinen Dorfschule in Arnsdorf, wo er auch als Mesner und Organist in der Wallfahrtskirche „Maria im Mösl“ diente. Ab 1816 übernahm er auch den Orgeldienst im benachbarten Oberndorf, wo ihn mit dem damaligen Hilfspriester Joseph Mohr eine innige Freundschaft verband.

Franz Xaver Gruber wollte seine finanzielle Situation verbessern und nahm daher 1829 die Lehrer- und Organistenstelle im ca. 10 km entfernten Berndorf an. 1835 erhielt er die Stelle als Chorregent und Organist in Hallein. Nun konnte er sich ganz der Musik und  dem Dienst in der Kirche widmen. 1854 verfasste er dort die „Authentische Veranlassung“, die die Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht"  beschreibt und später zur offiziellen Anerkennung der Urheberschaft führte: Joseph Mohr als Verfasser des „Weihnachtsgedichtes“, Franz Xaver Gruber als Komponist der Melodie.

Franz Xaver Gruber heiratete 1807 die Witwe seines Vorgängers in Arnsdorf Elisabeth Fischinger. Ihre beiden gemeinsamen Kinder starben im Kindesalter. Nach dem Tod seiner Frau 1825 heiratete er seine ehemalige Schülerin Maria Breitfuß. Von ihren gemeinsamen 10 Kindern erreichten nur vier das Erwachsenenalter. Nach dem Tod seiner zweiten Frau 1841 heiratete Franz Xaver Gruber die Witwe Katharina Wimmer aus Böckstein und starb 1863 76jährig als angesehener Halleiner Bürger.