Stille Nacht Museum Arnsdorf

Stille Nacht Museum Arnsdorf

Eines der wohl berühmtesten und weit verbreitesten Weihnachts- bzw. Friedenslieder unserer Zeit "Stille Nacht! Heilige Nacht!" wurde in unserer Gemeinde - genauer gesagt, in Arnsdorf - komponiert. Franz Xaver Gruber lebte und wirkte hier 21 Jahre lang und in dieser bewegten Zeit entstand diese berührende Weise.

Sie finden am Ende des Berichtes Verlinkungen zu den wichtigsten Informationsquellen zum Thema "Stille Nacht" - wir freuen uns aber besonders, wenn Sie den Weg in unser neu restauriertes "Stille Nacht Museum Arnsdorf" finden und sich dort - sozusagen am Originalschauplatz - von einer einzigartigen Stimmung faszinieren lassen...

Im ältesten Schulhaus Österreichs, in dem noch unterrichtet wird, lebte Gruber mit seiner Familie 21 Jahre. Im ersten Stock, dem heutigen Museum, wohnte und unterrichtete er, ebenerdig ist heute der neue Klassenraum. Auf dem Firstbalken des Gebäudes ist die Jahreszahl 1771 zu lesen. Das Museum wurde 2011 unter der fachkundigen Leitung von Ausstellungsgestalterin Ilse Renate Pürstl neu konzipiert. Für den Besucher soll die Zeit Grubers und seine Welt, aus der die Melodie zu „Stille Nacht“ stammt, dargestellt werden. Ein Ort der Besinnung und der Begegnung ist entstanden.

Im Eingangsbereich treffen wir auf den Blick des Komponisten. Hier wird sein Wirken in Arnsdorf zeitlich eingeordnet. Doch wird gleich klar: Hier wird nicht ein großer Komponist gefeiert. Das Konzept setzt bei der Schlichtheit von Grubers Leben an. Das neu konzipierte Museum will Ausschnitte aus seinem Alltag zeigen, will hinweisen auf eine Ära, die wir geschichtlich aus den Augen verloren haben. Und es will uns eine Botschaft mitgeben. Es ist eine Friedensbotschaft, die nicht nur zu Weihnachten Saison hat. In der alten Rauchkuchl wird Gruber als Familienmensch spürbar. Hier beeindruckt die wuchtige, alte Esse. Sensible Lichtregie und die Reduktion auf Authentisches lenken unsere Blicke auf die Schlichtheit der damaligen Lebensumstände. Auf dieser einfachen Eckbank teilte er Trauer und Freuden mit seiner Familie. Hier, unter dem schlichten Kreuz, mussten wohl auch Gespräche mit kirchlichen Würdenträgern statt gefunden haben.

Gruber war noch sehr jung, als er die Stelle als Mesner und Lehrer in Arnsdorf antrat. Über zwei Jahrzehnte hat er hier unterrichtet. Auch im Klassenzimmmer wird auf lehrmeisterliche, raumfüllende Ausstattung verzichtet: das tut dem Auge und der Stimmung gut. Mit Pult und Schulbänken aus jener Zeit, wird der Eindruck erweckt, als ob Franz Xaver Gruber und seine Schützlinge gerade die Schule nach dem Unterricht verlassen hätten. Eine moderne, dezent installierte Multimedia Anlage verrät, dass wir uns im Heute befinden, aber trotzdem den Geist von damals erleben können. Der Raum erlaubt einen Unterricht ‚anno dazumal’, Power Point und Filmvorführungen, Workshops. usw.

Wo ergänzende Schauflächen gestaltet wurden, halten sich diese dezent im Hintergrund. Ein Wechselausstellungsraum befasst sich mit Grubers Tätigkeit als Mesner in der Arnsdorfer Wallfahrtskirche Maria im Mösl, dem vielleicht ältesten Marienwallfahrtsort Österreichs. Welchen Stellenwert hatte Religion vor 200 Jahren? In den Vitrinen sind Versatzstücke rund um das kirchliche Leben am Beginn des 19. Jahrhunderts ausgestellt. Der Besucher entdeckt beim Blättern durch ein ‚Schaubuch’ wertvolle Autographen Joseph Mohrs und Franz Grubers. Da es zu Stille Nacht und Arnsdorf viele Anknüpfungspunkte gibt, können hier zukünftig immer wieder neue Blickwinkel ausgeleuchtet werden. Und doch ist dies kein Heimatmuseum. Hier werden spannende Einblicke gewährt. Hier werden wertvolle Preziosen inszeniert und dem Besucher die Möglichkeit gegeben, diese kontemplativ erfahrbar zu machen. So wird z.B. der Weihnachtskrippe, mit den ca. 30 Figuren aus dem 17. Jahrhundert ein eigener Raum gewidmet. Schon Franz Xaver Gruber hat diese aufwändig gefertigten Gliederpuppen mit geschnitzten Köpfen und wunderschönen Stoffen Jahr für Jahr in der Kirche in Arnsdorf aufgestellt. Den Besucher erwartet eine stimmungsvoll gestaltete Szenerie mit einem wechselnden Bildhintergrund. Der Raum lädt ein, auf einem der Hocker vor der Krippe Platz zu nehmen und per Kopfhörer in der Melodie "Stille Nacht! Heilige Nacht!" zu versinken.

Neugestaltung 2011:Das Gruber Museum Arnsdorf wurde schon 1957 von Sepp und Ottilie Aigner errichtet und 1961 eröffnet. Sie waren Lehrer und Direktoren der Gruberschule. Das Lebenswerk der Aigners diente als Fundament für die Neugestaltung. Der Weltruhm der Melodie verpflichtet zu einer behutsamen Umsetzung. Dem wurde in großer Verantwortung Rechnung getragen. Bis zum Jahr 2007 wurde das Gruber Museum von OSR Ottilie Aigner betreut und geführt. Dann legte sie es in die Hände des eigentlichen Trägers, der Gemeinde Lamprechtshausen.

Kontakt

OrtStille Nacht-Platz 1
5112 Lamprechtshausen
Telefon+43 664 158 94 00
E-Mail-Adresseoffice@stillenachtarnsdorf.at
Webhttp://www.stillenachtarnsdorf.at/

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