Das war der “Tag der Regionalmuseen”!

Wir hatten wieder einmal “unfassbares Glück”… und das nicht nur mit dem Wetter. Sondern auch die Umstände generell passten super für “unseren Tag”. Die COVID-Maßnahmen wurden rechtzeitig gelockert und so konnte vor allem der Festgottesdienst und der Festakt zu Ehren des Jubiläums “500 Jahre Wallfahrtskirche Maria im Mösl” in der Wallfahrtskirche und dem Stille-Nacht-Platz stattfinden.

Der Festgottesdienst – mit der Weihung des Volksaltars – wurde mit nicht weniger als 5 Zelebranten (!) (Erzbischof Dr. Lackner, Abt Johannes, Pfarrer Selka, Pfarrer Erber, Pfarrer Reindl und Pater Leopold) mit musikalischer Gestaltung durch ein Ensemble des Michael Haydn Chores in der generalsanierten Wallfahrtskirche abgehalten.

Auch der anschließende Festakt zur Generalsanierung der Kirche war sehenswert!

Hier können Sie die ganzen Feierlichkeiten noch einmal “nachschauen”

Im Stille Nacht Museum selbst wurden die interessierten Besucher, die mittels “Museums-Roas” Oldtimer-Shuttle anreisten oder per Fahrrad oder zu Fuß kamen, durch die Ausstellung “… alle Glocken läuteten… – die 3. Säkularfeier der Wallfahrtskirche “Maria im Mösl” geführt. Insgesamt 97 Besucher durfte das Museum in der Zeit von 10 – 17 Uhr begrüßen! Darunter auch den Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner – das war eine große Ehre für uns.

Hier noch ein paar Impressionen von diesem tollen Tag!

stillenacht.blog

Über STILLE NACHT ist schon viel in Büchern und Artikeln geschrieben worden! Sie würden schon eine ansehnliche Bibliothek füllen. Ist über STILLE NACHT schon alles gesagt?

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Kustos Mag. Max Gurtner möchte die Geschichte hinter den Geschichten betrachten, dort wo sich das Wesentliche im Menschen abspielt. Wo das Unaussprechliche geschieht, manchmal im siebenten Himmel und manchmal über menschlichen Abgründen. Das ist der Ort, wo Menschen einander wirklich begegnen. Vielleicht kommen wir dort dem Wesen von Stille Nacht auf die Spur? Dieses Lied ist nicht vom Himmel gefallen. Seine Wurzeln reichen ganz tief in uns Menschen hinein – bei dir und bei mir.

Hier einige Themen:

  • Betrachtung der einzelnen Strophen, es gibt sechs davon. Drei sind allgemein bekannt. Die unbekannten sind aber vielleicht die wichtigeren!
  • Den beiden Schöpfern begegnen
  • Ihre verschiedenen Charaktere beleuchten
  • Einen Blick ins Museum werfen und die wichtigsten Objekte betrachten
  • Eingebettet in Geschichte die Hintergründe anschauen:
  • Zeit der Aufklärung bedenken
  • Die Rolle der Frauen bei der Entstehung von STILLE NACHT erahnen
  • Die Rolle der Kirche/Traditionen im Schatten des mächtigen Domes in Salzburg beleuchten
  • Heilsgeschichte? Eine theologische Betrachtung
  • Ein christliches Lied?
  • Die Sehnsucht als treibende Kraft.
  • Was schlummert in uns, was bei diesem Lied aufwacht?
  • Wie geht es dir, wenn du am Heiligen Abend Stille Nacht singst oder hörst?
  • Welche Absicht stand dahinter, sollte dieses Lied einen Zweck erfüllen?
  • Du siehst, der Stoff wird uns nicht so schnell ausgehen!
  • Hast auch du Gedanken, die du einbringen möchtest?

Blätter der Stille Nacht Gesellschaft – Ausgabe 60

Das Publikationsverzeichnis umfaßt derzeit lieferbare Monographien, Sammelbände und Broschüren zum Thema “Stille Nacht!”. Diese Werke entsprechen qualitativen Mindestkriterien in Bezug auf die Berücksichtigung des neuesten Standes der wissenschaftlichen Forschung.

Die Blätter der Stille Nacht Gesellschaft 2020 erschienen Ende November 2020 rechtzeitig zum Adventbeginn. Ein Schwerpunkt ist die großartige Renovierung der Wallfahrtskirche „Maria im Mösl“ in Lamprechtshausen-Arnsdorf. Zum 500-Jahre-Jubiläum erstrahlen die Kirche und die Gruber-Orgel in neuem Glanz. Darüber hinaus wird die tragende Rolle von Franz Xaver Gruber bei der 300-Jahre-Feier im Jahr 1820 dargestellt. Der Arnsdorfer Organist war von seinem Instrument offenbar sehr angetan und meinte: „Der Subpass ist besonders vorzüglich gut“.

Ein Beitrag aus Hochburg-Ach unterstreicht die Bedeutung der dörflichen Gemeinschaft für den großen Sohn der Gemeinde, Franz Xaver Gruber. Warum ein weiteres Buch zu „Stille Nacht!“ durchaus noch Neues zu sagen hat, wird anhand des neuen Buches „Wege zu ‘Stille Nacht!’“ erklärt.

Nicht zuletzt zeigt ein Beitrag über die Stille-Nacht-, Gruber- und Mohr-Museen, dass trotz der widrigen Umstände durch die Coronakrise eifrig an neuen Schwerpunkten gearbeitet wird – die Hoffnung auf eine etwas entspanntere Advents- und Weihnachtszeit in den Museen lebt!

Die 60. Ausgabe kann kostenlos bei der Stille Nacht Gesellschaft angefordert werden:
info@stillenacht.at oder Tel +43 (0) 650 2412200

Hier finden Sie die Ausgabe 2020 zum Download (Klick)

Die 300-jährige Turmuhr von Arnsdorf

Sauter, Bentele und Fischer sorgten für die Zeit im Dorf
Die traditionsreiche Wallfahrtskirche Maria im Mösel in Arnsdorf, Lamprechtshausen, hat auch ein geschichtsträchtiges Uhrwerk im Turm: Um 1700 vom Salzburger Groß- und Kleinuhrmacher Jeremias Sauter erbaut, wurde es Ende des 18. Jahrhunderts von Johann Bentele und 1890 von Jakob Fischer umgebaut und machte optisch mit vier Zifferblättern und akustisch auf zwei Glocken Dienst, bis sie Ende des 19. Jahrhunderts von einer elektrischen Uhr abgelöst wurde.

Bild Turmfern
Die Wallfahrtskirche Maria im Mösel wurde 1520 geweiht. Die 500-Jahr-Feier zum Abschluss der Generalrenovierung findet coronabedingt erst Ende Mai 2021 statt. (Foto horologium)

Bild Turmnah
Der Turm der Wallfahrtskirche birgt neben der Turmuhr u.a. eine Glocke von Jörg Gloppitscher aus 1463 und das Stille-Nacht-Glockenspiel 1968 im Schallfenster. (Foto horologium)

Kirche Arnsdorf Ausbau Turmuhrwerk 16.09.2020 Foto: Chris Hofer

Bild Werk
Das Turmuhrwerk Arnsdorf weist neben dem Gehwerk ein Viertelstundenschlagwerk und ein Stundenschlagwerk auf. Es wurde von Franz Xaver Gruber, der von 1807 bis 1829 Lehrer, Organist und Mesner in Arnsdorf war, täglich aufgezogen: Er wird dazu den Turm etwa 8.000 Mal bestiegen und die Kurbel etwa 3,5 Millionen Mal gedreht haben. (Foto Chris Hofer)

Bild Löwe
Auf dem Turmuhrwerk Arnsdorf thront ein Löwe, Markenzeichen von Jeremias Sauter, der auch das Antriebswerk des Salzburger Glockenspiels baute. (Foto horologium)

Die Restaurierung der Turmuhr ist eine der letzten Maßnahmen der Generalrenovierung: Das Werk wurde ursprünglich von Jeremias Sauter mit einer Spindelhemmung ausgestattet. Johann Bentele baute die Ankerhemmung mit langem Pendel („Englischer Perpentickel“) ein, die noch erhalten ist. Jakob Fischer ersetzte dann die alten Aufzüge mit neuen in Gusseisen, die alten waren vermutlich zu stark abgenützt. Das war die Stunde der Verschraubungen: Vor 1890 wies das Werk nur Keile auf. Es betrieb drei Zifferblätter am Turm und das Orgelzifferblatt, das in die ebenfalls kostbare Orgel aus 1745 integriert ist. Auch die Orgel war ein wichtiger Arbeitsplatz Franz Xaver Grubers.

Die Kostbarkeit im Arnsdorfer Turm wurde nun abgebaut, wird gründlich und behutsam gereinigt, die Oberflächen werden mit einem Spezialwachs gesichert. Das 140 cm breite, 42 cm tiefe und 75,5 cm hohe Werk wird dann am alten „Tatort“ wiederaufgebaut, wo es für Besucherinnen und Besucher im Demonstrationsbetrieb erlebbar sein wird. Der Wiederaufbau wird im Oktober erfolgen. Die restaurierte Turmuhr wird sicher einer der Glanzpunkte des Fests zum Abschluss der Generalrenovierung am letzten Maiwochenende 2021 sein.

Kirche Arnsdorf Ausbau Turmuhrwerk 16.09.2020 Foto: Chris Hofer

Bild Team
Der Abbau des Werks erfolgte dieser Tage: Das Werk wurde zerlegt, die etwa 300 Einzelteile wurden abgeseilt oder über die neue gesicherte Turmtreppe nach unten getragen. Im Bild das Team vor dem Arbeitsbeginn: v.l. Uhrmacher Edi Fersterer, Mesner Sepp Hufnagl, Uhrmacher Franz Kaserer, Renovierungsausschuss-Obmann Balthasar Gwechenberger, Günter Bloos und Turmuhrmacher Michael Neureiter am Werk. (Foto Chris Hofer)

Kirche Arnsdorf Ausbau Turmuhrwerk 16.09.2020 Foto: Chris Hofer

Bild Zerlegen
Beim Zerlegen des Werks zeigte sich, dass 130 Jahre manche Verfestigungen bringen, noch dazu ist das Werk immer kräftig geschmiert worden. Das brachte teils mehrere Millimeter dicke harte Schichten mit sich, die nun freigelegt werden, ohne die Substanz und insbesondere die „Schmiedehaut“ zu zerstören. Im Bild v.l. Franz Kaserer, Günter Bloos, Michael Neureiter und Edi am Beginn des Zerlegens. (Foto Chris Hofer)

Kirche Arnsdorf Ausbau Turmuhrwerk 16.09.2020 Foto: Chris Hofer

Bild Abbau
Das Teamwork brachte einen raschen Abbau. Dann wurden die einzelnen Teile nach unten getragen bzw. im acht Meter tiefen Schacht abgeseilt, in dem das Pendel und die drei Gewichte in Form von Holzkisten fast dreihundert Jahre gelaufen sind. Im Bild v.l. Michael Neureiter, Franz Kaserer und Edi Fersterer beim Herausnehmen eines der drei „Bodenräder“ mit den Walzen, auf denen die Gewichtsseile aufgewickelt werden. (Foto Chris Hofer)

Kirche Arnsdorf Ausbau Turmuhrwerk 16.09.2020 Foto: Chris Hofer

Bild AnsWerk
Die Einzelteile wurden per Anhänger zur Zeugstätte der Freiwilligen Feuerwehr Lamprechtshausen gebracht, wo Edi Fersterer mit Günter Bloos die Reinigung mit Hockdruckreiniger durchführte. Nun liegen die Schmiedeeisenschätze wieder in Arnsdorf. Dem nächst wird sich Michael Neureiter mit seinem Team an die Feinreinigung, die Konservierung und den Wiederaufbau machen. Im Bild v.l. Franz Kaserer. Michael Neureiter und Edi Fersterer. (Foto Chris Hofer)

Medieninfo vom 18 09 2020:

horologium
michael neureiter

großuhren und turmuhren
www.horologium.at
www.turmuhrenaustria.at
www.facebook.com/turmuhrenaustria.at

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